Grenzenlos-Cup: Erfolgreiche Premiere verbindet Sport, Gemeinschaft und Freundschaft


Ein Freundschaftsspiel allein war Jugendleiter Armin Zeh zu wenig. Seine Idee: Aus einer sportlichen Begegnung ein gemeinsames Erlebnis mit neuen Eindrücken, gemeinsamen Aktivitäten und internationalen Kontakten zu machen. So entstand der Grenzenlos-Cup.

Mit zwei Jugend-Mannschaften starteten die TTF Kißlegg am Freitagnachmittag im 9-Sitzer-Bus zu einem zweitägigen Programm nach Scheidegg, Lindenberg und Feldkirch. Von Beginn an standen Gemeinschaft und Miteinander ebenso im Mittelpunkt wie das sportliche Kräftemessen.

Erste Station war Scheidegg-Scheffau. Dort lernten die Jugendlichen beim intuitiven Bogenschießen eine für fast alle neue Sportart kennen. Schnell wurde deutlich, dass dabei Achtsamkeit, Konzentration und innere Ruhe gefragt sind – Eigenschaften, die auch im Tischtennis wichtig sind. Marvin Kiechle und Carlotta Müller waren in Hochform.

Anschließend wurde in Lindenberg Tischtennis gespielt. Die neu formierte erste Mädchenmannschaft mit Leona Hartmannsberger, Anna Müller, Nina Wagner und Leonie Hieke unterlag der ersten Mannschaft der Gastgeber mit 0:10, sammelte dabei aber wertvolle Erfahrungen. Die zweite Mannschaft mit Leo Trzeciok, Carlotta Müller, Marvin Kiechle und Jara Ewald feierte dagegen einen verdienten 6:4-Erfolg gegen Scheidegg II.

Nach der Weiterfahrt nach Feldkirch wurde die Übernachtung in der Jugendherberge zu einem besonderen Erlebnis. Gemeinsames Fußballschauen im Freien, das Frühstück unter freiem Himmel und die herzliche Atmosphäre der Unterkunft bleiben in bester Erinnerung.

Am Samstag führte der Weg zunächst zur Schattenburg. Beim Minigolf-Wettbewerb „Nullrunde“ sicherten sich Marvin Kiechle/Leo Trzeciok den Sieg vor Carlotta Müller/Jara Ewald. Anschließend entwickelten sich die grenzenlosen Werwolf-Runden zum heimlichen Highlight des Wochenendes.

Am Nachmittag wartete in der Sporthalle Feldkirch eine besondere Herausforderung. Günter vom TTC Sparkasse Feldkirch hatte echte Auswahlteams mit mehreren Spielerinnen und Spielern aus dem Nachwuchs-Leistungszentrum Vorarlberg zusammengestellt. Für die Kißlegger Jugendlichen war dies eine neue und spannende Erfahrung.

Sportlich musste sich die erste Mannschaft der TTF Kißlegg mit 1:13 geschlagen geben. Die zweite Mannschaft unterlag mit 3:11, wobei zahlreiche Begegnungen erst im fünften Satz entschieden wurden. Beide Teams überzeugten während der knapp dreistündigen Spiele mit großem Einsatz und starkem Zusammenhalt. In der vollen Sporthalle war die Atmosphäre beeindruckend, es fand parallel noch ein weiteres Freundschaftsspiel von Vorarlberger „All-Stars“ statt.

Für Jugendleiter Armin Zeh war die Premiere des Grenzenlos-Cups ein voller Erfolg. Als Trainer und Pädagoge brachte er seine Erfahrungen aus beiden Bereichen in die Gestaltung des Projekts ein. Das gesamte Wochenende wurde in Eigeninitiative entwickelt und organisiert – von der Idee über die Planung bis zur Umsetzung. Grundlage dafür waren auch die langjährigen Kontakte nach Vorarlberg, die noch aus der Zeit regelmäßiger Trainingslager in Bregenz stammen.

Gerade für ältere Jugendliche sind solche gemeinsamen Erlebnisse besonders wertvoll. Sie schaffen Gemeinschaft, stärken die Bindung zum Verein und zeigen, dass Tischtennis weit mehr ist als TTR-Punkte, Tabellen und Ligaspiele. Der Grenzenlos-Cup steht damit beispielhaft für das Verständnis der TTF Kißlegg: Begegnungen, Freundschaften, persönliche Entwicklung und gemeinsames Erleben gehören genauso zum Tischtennis wie Training und Wettkampf. Genau solche Ideen und solches Engagement prägen das Vereinsleben und machen sichtbar, was die TTF Kißlegg auszeichnet – einen Verein, in dem Tischtennis nicht nur gespielt, sondern gelebt wird.